Workshops

Am 16. November wird ein breites Spektrum an Workshops angeboten. Sie können an maximal zwei 1,5-stündigen Workshops teilnehmen.


Workshops

Cochrane Reviews
Freitag 16.11. 2018
13:00-14:30 Uhr
Wie erstelle ich ein Cochrane Review?

Prof. Dr. Bernhard Elsner, Gera

Systematische Übersichtsarbeiten der Cochrane Collaboration fassen Forschungsergebnisse zu Fragen der Gesundheitsversorgung und -politik zusammen und sind international als Qualitätsstandard in der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung anerkannt. Im Rahmen dieses Workshops wird näher auf den Prozess der Erstellung, Besonderheiten der Methodik sowie die Unterschiede zu anderen systematischen Reviews eingegangen. Diese werden anhand aktueller Beispiele aus der Neuroreha erläutert.

Schmerzmodulation
Freitag 16.11. 2018
13:00-14:30 Uhr
Endogene Schmerzmodulation bei chronischen Schmerzen – Prinzipien, Durchführung und Nutzen für Physiotherapeuten

Tibor Szikszay, MSc

Das Prinzip der endogenen Schmerzmodulation stammt aus der Grundlagenforschung und wird deshalb häufig für Physiotherapeuten als „nicht-praxis relevant“ angesehen. Dabei haben Prinzipien wie die konditionierte Schmerzmodulation (engl. Conditioned Pain Modulation) oder die trainingsinduzierte Hypoalgesie einen hohen klinischen Nutzen, z.B. als Erklärungsmodell für Wirkungsweisen verschiedener Therapieansätze, für die Diagnostik von zentralen Sensibilisierungsprozessen bei chronischen Schmerzpatienten und für eine Vorhersagbarkeit auf anhaltende Schmerzen z.B. nach einer Operation. In diesem Workshop werden die Grundprinzipen der endogenen Schmerzmodulation und die aktuelle Evidenz praxis-orientiert präsentiert. Praktisch werden diese Testparadigmen mit verschiedenen Hilfsmitteln wie z. B. mit einem Hitzereiz (Thermode) oder Druckalgometern (Pressure Pain Thresholds) ausprobiert.

Outcomeforschung
Freitag 16.11. 2018
13:00-14:30 Uhr
Outcomeforschung

Prof. Dr. Christian Kopkow

Die Outcomeforschung beschäftigt sich mit den Fragen WAS und WIE in Studien erhoben werden sollen. Im Rahmen des Workshops wird dargelegt, weshalb die Erfassung von Endpunkten von wissenschaftlichen Interesse, jedoch gleichzeitig auch von klinischer Relevanz ist. Die Entwicklung von Core Outcome Sets, als ein wesentlicher Bestandteil der Outcomeforschung, wird praxisnah und anhand aktueller Beispiele erläutert. Auch Grenzen der Outcomeforschung werden dargestellt und gemeinsam kritisch reflektiert. Den Teilnehmern*innen wird zudem ein Überblick über international renommierte Forschergruppen im Bereich der Outcomeforschung gegeben.

Update Ganganalyse
Freitag 16.11. 2018
14:30-16:00 Uhr
Update Ganganalyse

Dr. rer. biol. hum. Minettchen Herchenröder und Annett Heitling, MSc

Den Gang zu analysieren, Probleme bzw. Abweichungen vom physiologischen Gangbild zu erkennen und diese nach dem biopsychosozialen Modell zu behandeln, ist Ziel dieses Workshops. Hier werden theoretisch und praktisch Möglichkeiten gezeigt, wie Therapeuten zielorientiert die identifizierten Störungen auf allen Ebenen in der Praxis behandeln können.

Mobilitätsassessment
Freitag 16.11. 2018
14:30-16:00 Uhr
Mobilität messen – Lösungen für den klinischen Alltag

Tobias Braun, MSc (Hochschule für Gesundheit Bochum) und Detlef Marks, MAS (Rehaklinik Zihlschlacht (CH))

Viele ältere Patienten in der physiotherapeutischen Versorgung zeigen Beeinträchtigungen der Mobilität, die durch therapeutische Maßnahmen positiv beeinflusst werden können. Um Veränderungen der Mobilität zu erfassen, sollten Messinstrumente verwendet werden, die sowohl hinreichende Gütekriterien aufweisen als auch einfach in den klinischen Alltag integriert werden können.

Die Lernziele des Workshops sind:
  1. Die Teilnehmer kennen die Vor- und Nachteile von etablierten sowie neueren Mobilitätstests für ältere Menschen.
  2. Die Teilnehmer können die wichtigsten und psychometrisch robustesten Messinstrumente praktisch anwenden.
  3. Die Teilnehmer können die Ergebnisse dieser Messinstrumente interpretieren.
Virtuelle Realität
Freitag 16.11. 2018
14:30-16:00 Uhr
Virtuelle Realität – eine Option für die Neurorehabilitation?

NIna Rohrbach, MSc

Virtuelle Realität (VR) und interaktive Videospiele sind Interventionen, die zunehmenden Einzug in die Neurorehabilitation finden. In diesem Workshop wird ein Überblick über existierende „VR- Systeme“ der aktuellen klinischen Anwendung gegeben. Die Teilnehmer/innen lernen die theoretische Grundlage für den Einsatz dieser neuen Technologien kennen. Potentielle Vorteile gegenüber traditionellen Therapieansätzen, sowie Barrieren und Förderfaktoren zur Nutzung solcher Systeme werden interaktiv unter Zunahme aktueller Evidenz diskutiert. Die Teilnehmer/innen erhalten die Möglichkeit Hands-on Erfahrung zu ausgewählten Systemen der erweiterten Welt zu sammeln.

Die Kosten pro Workshop betragen 20 Euro. Hier können Sie sich anmelden.